Vorträge: Basler Geschichte

Basel im Hochmittelalter (1050-1250) - Von Mauern, Brücken und Zünften

Basel im Hochmittelalter

Wann: Donnerstag 13. März 2025, 19:00 Uhr - AUSGEBUCHT

Referent: Mike Stoll

Wo: Gemeinde- und Schulbibliothek Binningen, Hauptstrasse 71, 4102 Binningen

​​​​​​​Preis: CHF 25.- pro Person


Mit dem Bau der Stadtmauer unter Bischof Burkhardt von Fenis wird nicht nur die Talstadt sowie die dem Münsterhügel gegenüberliegende Anhöhe (i.e. Heuberg, Spalenvorstadt- und Nadelberg) in den Mauerring mit einbezogen und die Stadt somit stark erweitert. Nein, auch der Marktflecken Basel wurde so gefestigt und erhielt durch die neuen Wehranlagen gerade in unsicheren Zeiten grössere Bedeutung.

Dazu trägt auch der Bau der Rheinbrücke - heute die Mittlere Brücke - bei. Sie erhebt Basel zu einem wichtigen Handelsknoten am Oberrhein. Wirtschaftsstrategisch klug lässt Bischof Heinrich von Thun die Brücke um 1225/26 über den Rhein schlagen und lenkt so die Warenströme, welche mit den kurz zuvor eröffneten Saumpfaden ihren Weg über den Gotthard fanden, nach Basel. Auch die politische Grosswetterlage spielt den Baslern in die Hände: Das mächtige Fürstengeschlecht der Zähringer, welches Basel im Norden, Osten und Süden umklammert, stirbt 1218 mit dem letzten Herzog Berthold V. in der männlichen Linie aus und gibt so der aufstrebenden Stadt am Rhein etwas Luft zur weiteren Entfaltung. Erste Berufsinnungen werden vom Bischof als wirtschaftliches Korrektiv anerkannt und mit Zunftbriefen ausgestattet. Die älteste Zunft der Schweiz ist die Zunft zu Kürschnern in Basel (1226) und gilt als früher Bote eines selbstbewussten Bürgertums in den Städten des Mittelalters.

 Basel im Spätmittelalter (1250-1500) - Von Pest, Beben und Päpsten

Basel im Spätmittelalter

Wann: Donnerstag 26. Juni 2025, 19:00 Uhr

Referent: Mike Stoll

Wo: Gemeinde- und Schulbibliothek Binningen, Hauptstrasse 71, 4102 Binningen

​​​​​​​Preis: CHF 25.- pro Person


Der florierende Handel macht Basel reich, und so strebt das Gewerbe nach mehr Mitsprache in der städtischen Politik. Geschickt wird die Macht des städtischen Adels (= Daig) zurückgedrängt und der Einfluss des Bischofs beschränkt. Die hiesigen Zünfte sind die neuen Machthaber und führen die Stadt zu neuen Höhen und ungeahnten Tiefen: Mit den Handelsströmen finden nicht nur exotische Güter ihren Weg

nach Basel, auch die Pest reist mit und zieht eine Schneise des Todes durch ganz Europa. Dies führt wiederum zu einer grossen Verunsicherung in der Bevölkerung, welche sich in blutigen Pogromen an der jüdischen Mitbewohnern entlädt - so auch 1348/49 in Basel. Das grosse Erdbeben von 1356 zerstört weite Teile der Stadt und wird von manchen Zeitgenossen als gerechte Strafe Gottes für den Mord an den Juden verstanden. Diese „gesellschaftlichen" wie natürlichen Katastrophen stehen wiederum in krassem Gegensatz zur Durchführung des grossen Kirchenkonzils, welches von 1431 bis 1448 in Basels Mauern tagte, unter anderem den Basler Buchdruck befeuerte und letzten Endes auch zur Gründung der Universität führte. Als Basel dann 1471 auch noch von Kaiser Friedrich III. das Messerrecht erhält, scheint die Stadt auf dem Höhepunkt ihrer Geschichte angekommen zu sein. Doch am historischen Horizont kündigen sich in jenen Tagen bereits die Umwälzungen der Reformation an.

Anmeldung

Basel im Mittelalter (500-1500) - Führung

Basel

Wann: Donnerstag 4. September 2025, 19:00 Uhr

Referent: Mike Stoll

Wo: Treffpunkt Hauptportal des Basler Münsters

​​​​​​​Preis: CHF 20.- pro Person


Der florierende Handel macht Basel reich, und so strebt das Gewerbe nach mehr Mitsprache in der städtischen Politik. Geschickt wird die Macht des städtischen Adels (= Daig) zurückgedrängt und der Einfluss des Bischofs beschränkt. Die hiesigen Zünfte sind die neuen Machthaber und führen die Stadt zu neuen Höhen und ungeahnten Tiefen: Mit den Handelsströmen finden nicht nur exotische Güter ihren Weg

nach Basel, auch die Pest reist mit und zieht eine Schneise des Todes durch ganz Europa. Dies führt wiederum zu einer grossen Verunsicherung in der Bevölkerung, welche sich in blutigen Pogromen an der jüdischen Mitbewohnern entlädt - so auch 1348/49 in Basel. Das grosse Erdbeben von 1356 zerstört weite Teile der Stadt und wird von manchen Zeitgenossen als gerechte Strafe Gottes für den Mord an den Juden verstanden. Diese „gesellschaftlichen" wie natürlichen Katastrophen stehen wiederum in krassem Gegensatz zur Durchführung des grossen Kirchenkonzils, welches von 1431 bis 1448 in Basels Mauern tagte, unter anderem den Basler Buchdruck befeuerte und letzten Endes auch zur Gründung der Universität führte. Als Basel dann 1471 auch noch von Kaiser Friedrich III. das Messerrecht erhält, scheint die Stadt auf dem Höhepunkt ihrer Geschichte angekommen zu sein. Doch am historischen Horizont kündigen sich in jenen Tagen bereits die Umwälzungen der Reformation an.

Basel im Frühmittelalter (500-1050) - Von Merowingern, Karolingern und Ottonen

Basel im Frühmittelalter

Wann: Donnerstag 20. Februar 2025, 19:00 Uhr - AUSBEBUCHT

Referent: Mike Stoll

Wo: Gemeinde- und Schulbibliothek Binningen, Hauptstrasse 71, 4102 Binningen

​​​​​​​Preis: CHF 25.- pro Person


Zugegeben, viel ist es ja nicht, was aus dem frühen Mittelalter, also der Zeit von ca. 500 bis 1050, auf uns gekommen ist. Gerade in Basel sind die verbliebenen

Zeugnisse und Quellen eher dürftig. Nichts desto trotz wollen wir es wagen, einen erhellenden Blick in dieses dunkle Zeitalter zu werfen. Obwohl nur wenig Sicheres überliefert ist, entwickelt sich Basel in dieser Epoche von einer einfachen Siedlung am Rheinknie hin zur Stadt, welche spätestens mit Ragnacharius (um 615) auch Bischofssitz geworden ist. Doch wie sah Basel damals eigentlich aus? Wo lag das politische, wirtschaftliche und religiöse Zentrum der Stadt, und welche Kontakte pflegten ihre damaligen Machthaber zum nahen Um- und fernen Ausland? Einem vielschichtigen Puzzle gleich versucht der Kulturhistoriker Mike Stoll ein wages Bild dieser längst vergangenen und doch prägenden Tage zu zeichnen.

Anmeldung

Kleine Kulturgeschichte des Bieres: Vom Alten Ägypten nach Basel

GCBB - Geschichtsclub beider Basel

Wann: Donnerstag 12. September 2024, 19:00 Uhr - AUSGEBUCHT

Referent: Mike Stoll

Wo: Gemeinde- und Schulbibliothek Binningen, Hauptstrasse 71, 4102 Binningen

​​​​​​​Preis: CHF 25.- pro Person


Hopfen und Malz, Gott erhalt's! Dieser Ausspruch hat wohl bei Biertrinkern in aller Welt seine Gültigkeit. Doch seit wann trinken wir überhaupt Bier? Welches Kulturvolk hat als erstes aus frischem Wasser und goldenem Getreide ein gar göttlich Gesöff gebraut? Die Sumerer? Die Ägypter? Die Germanen? Und was noch viel wichtiger ist: Seit wann trinken wir Basler Bier?

Wer wissensdurstig dies alles in Erfahrung bringen möchte, um in Zukunft Braustern und Bierfilz korrekt deuten und handhaben zu können, der erweise an diesem Abend König Gambrinus seine Referenz und lausche den süffisanten Ausführungen von Religionswissenschafter und Bierfreund Mike Stoll.

Handelsstadt Basel - Basels Aufstieg zum Handelsknoten am Oberrhein

GCBB - Geschichtsclub beider Basel

Wann: Donnerstag 16. Mai 2024, 19:00 Uhr

Referent: Mike Stoll

Wo: Gemeinde- und Schulbibliothek Binningen, Hauptstrasse 71, 4102 Binningen

Preis: CHF 25.- pro Person


Dass Basel vom Mittelalter bis in die Gegenwart eine wichtige Handelsstadt war resp. noch immer ist, können Sie in jedem Basler Geschichtsbuch oder Stadtführer nachlesen. Doch wie kam es überhaupt dazu, dass hier am Oberrhein ein Handelsknotenpunkt entstand, der die Jahrhunderte überdauerte und so manche Krise meisterte? Was sind die geographischen, historischen und wirtschaftlichen Voraussetzungen, die diese Entwicklung massgeblich beförderten und den fruchtbaren Boden für das lokale Gewerbe bis hin zur globalen Pharmaindustrie bereiteten? Wie lässt sich der rasante Aufstieg der Basler Zünfte im Spannungsfeld von "Daig" (= Adel) und Bischof erklären, und wo finden sich bis heute noch Spuren ihres Wirkens? Wenn Sie mehr dazu wissen möchten, sind die Ausführungen von Stadtführer Mike Stoll genau das Richtige für Sie!​​​​​​​

Stadtführung - Dr Bach ab… Hintergründiges zur Bedeutung von Vater Rhein für Basels Geschichte

GCBB - Geschichtsclub beider Basel

Wann: Donnerstag 30. Mai 2024, 19:00 Uhr

Referent: Mike Stoll

Wo: Unter der Wettsteinbrücke am Oberen Rheinweg / Kleinbasel

Preis: CHF 25.- pro Person


Maximal 35 Teilnehmer

Dass „dr Babbe Rhy“ für Basel und seine Geschichte eine grosse Bedeutung hat, muss man hier am Rheinknie wohl niemandem erklären. Ist doch der Rhein bis heute eine wichtige Lebensader unserer Stadt und der gesamten Schweizer Wirtschaft. Auf seinen Wassern wurden schon in frühster Zeit Waren, Menschen und Ideen von Süden nach Norden und umgekehrt verschoben. Zugleich ist er aber als „Läggerligrabe“ eine Grenze, welche 1225/26 mit dem Bau der alten Rheinbrücke oder den hiesigen Fähren, den sogenannt "fliegenden Brücken“, im 19. Jahrhundert überwunden wurde. So trennt er Gross- von Kleinbasel, die Schweiz von Deutschland oder ganz generell "uns von den vermeintlich anderen“. Doch auch Gemeinsamkeiten lassen sich finden, gerade wenn an warmen Sommertagen hunderte an seinen Ufern „chillen“ oder gleich gerüstet mit einem Wickelfisch „dr Bach ab“ gehen. Auch wenn das Rheinschwimmen für die meisten Bebbi ein vermeintlich junges Phänomen darstellt, so vergessen sie ganz einfach, dass deren Wurzeln bereits im Jahre 1831 mit dem „Pfalzbadhysli" zu Tage traten. Hier unterwiesen einfache Fischer den Basler Daig in der Kunst des Schwimmens und knüpften enge Bande, welche nicht nur zu frischem Fisch, sondern auch zu weisser Wäsche und letzten Endes 1908 zur Eingemeindung von Kleinhüningen führten. Ja, „z Basel a mym Rhy“ gibt es viel zu erzählen, seien Sie dabei!

Exkursion - Augusta Raurica - ein kulturhistorischer Rundgang durch die Ruinen

GCBB - Geschichtsclub beider Basel

Wann: Samstag 22. Juni 2024, 14:00 Uhr

Referent: Mike Stoll

Wo: Augusta Raurica - Beim eisnernen Stadtplan vor dem Theater - vis à vis Römermuseum.

​​​​​​​Preis: CHF 20.- pro Person

Maximal 35 Teilnehmer


Unweit Basels Toren, dort wo die Ergolz in den Rhein mündet, stand einstmals die blühende Römerstadt "Colonia Augusta Rauricorum". Gegründet wohl im Jahr 44 v. Chr. von keinem geringeren als Lucius Munatius Plancus, dessen Statue noch heute den Hof des Basler Rathauses ziert. Galten doch die alten Römer in unseren Breitengraden als Kulturbringer par excellence. Und so finden sich auch hier in Augst die eindrücklichen Überreste von Theatern, Tempeln, Foren, Aquädukten, Tavernen, Werkstätten und Wohnhäusern, die uns allesamt ein wenig Licht in den Alltag der damaligen Bewohnern geben. Wenn Sie also schon immer mal wissen wollten, wie unsere Ahnen zur Römerzeit gelebt haben, dann begleiten Sie einfach Mike Stoll auf diesem Spaziergang durch die malerischen Ruinen von Augst!

Z Basel isch Mäss! Hintergründiges zum ältesten Jahrmarkt der Schweiz

GCBB - Geschichtsclub beider Basel

Wann: Donnerstag 26. Oktober 2023, 19:00 Uhr

Referent: Mike Stoll

Wo: Gemeinde- und Schulbibliothek Binningen, Hauptstrasse 71, 4102 Binningen

​​​​​​​Preis: CHF 25.- pro Person


Seit dem Jahre 1471 besitzt die Stadt Basel das verbriefte Recht, jährlich zwei Messen abzuhalten: "...alle jar jerlich zwen jarmerckt, die man nennet mesz, nemlich die ersten mesz vierzehen tag vor pfingsten und die annderen vierzehen tag vor sand Martins tag...". Während die Pfingstmesse zum Schutze der lokalen Handwerker bereits 1494 wieder abgeschafft wurde, erfreut sich die Herbstmesse bei Jung und Alt höchster Beliebtheit. Bis zum heutigen Tage wird dieser grösste Jahrmarkt der Schweiz traditionell mit dem Messglöcklein der Martinskirche ein- und dann zwei Wochen später wieder ausgeläutet. Als Dank für diesen Dienst erhält der "Glöckner" einen schwarzen Wollhandschuh - zuerst den Linken und dann den Rechten. Das weiss in Basel jedes Kind! Doch weshalb wird dieser Jahrmarkt überhaupt eingeläutet? Weshalb Punkt 12 Uhr? Wieso im Turm der Martinskirche? Und was bedeutet der Begriff "Messe" eigentlich? Fragen über Fragen, die sich wohl so mancher Messebesucher stellt! Die Antworten dazu finden Sie hier!

Mythen und Legenden aus dem Alten Basel - Wie der Heilige Georg Basler wurde

GCBB - Geschichtsclub beider Basel

Wann: Donnerstag 30. September, 2021 19:00 Uhr

Referent: Mike Stoll

Wo: Gemeinde- und Schulbibliothek Binningen, Hauptstrasse 71, 4102 Binningen

​​​​​​​Preis: CHF 25.- pro Person

Auf Basels Gassen und Plätzen begegnen Sie noch heute zahlreichen Vertretern lokaler Sagen und Legenden, deren Geschichten erzählt werden wollen. Gerne entführt Sie der Baselkenner Mike Stoll in eine ferne Welt, wo die Grenze zwischen realer Geschichte und unterhaltsamen Geschichten nicht mehr klar auszumachen ist. Erfahren Sie exklusiv wie 11'000 Jungfrauen dereinst nach Basel kamen, weshalb die Basler anders ticken, wie man am besten einen Basilisken um die Ecke bringt, oder eben wie der Heilige Georg Basler wurde...

Hesch gwüsst ass…  Basler Geschichte für Besserwisser und solche, die es werden wollen

GCBB - Geschichtsclub beider Basel

Wann: Dienstag 29. Juni, 2021 19:00 Uhr

Referent: Mike Stoll

Wo: Gemeinde- und Schulbibliothek Binningen, Hauptstrasse 71, 4102 Binningen

​​​​​​​Preis: CHF 25.- pro Person

Was sind die Baslerinnen und Basler stolz auf ihre Stadt - und dies wahrlich nicht ohne Grund! Strotzt doch deren Geschichte nur so von Selbstbewusstsein, Wohlstand und Erfolg. Doch nicht immer ist hier alles Gold, was glänzt, und zuweilen pflegen die Erläuterungen der Einheimischen trotz der ihnen eigenen Bescheidenheit "e weeneli" ins Sagenhafte abzudriften. Damit Sie dabei nicht vollends abheben und den historischen Boden unter den Füssen verlieren, sei Ihnen dieser "relativierende" Vortrag von Mike Stoll wärmstens ans Herz gelegt.

Auf den Spuren der Alten Römer in Basel

GCBB - Geschichtsclub beider Basel

Wann: Donnerstag 15. August 2024, 19:00 Uhr

Referent: Mike Stoll

Wo: Gemeinde- und Schulbibliothek Binningen, Hauptstrasse 71, 4102 Binningen

​​​​​​​Preis: CHF 25.- pro Person


Seit dem 16. Jahrhundert gilt Basel den meisten hiesigen Bewohnerinnen und Bewohnern als römische Gründung und so wundert sich auch kaum jemand, dass im schmucken Hof des Basler Rathauses noch heute Lucius Munatius Plancus (* um 87 - ✝︎ um 15 v. Chr.) als vermeintlicher Stadtgründer vom hohen Sockel grüsst. Auch wenn dies so im Detail nicht ganz stimmt, darf man getrost behaupten, dass

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