Vortrag anlässich des Bibliothekwochendes
Von Orten, Worten und Konsorten: Sprachwandel und Basler Toponyme
Wann: Donnerstag 27. März, 2025 19:00 Uhr
Referent: Alexander Herren
Wo: Gemeinde- und Schulbibliothek Binningen, Hauptstrasse 71, 4102 Binningen
Preis: CHF 25.- pro Person
In der modernen Welt scheinen Ortsnamen fest verankert zu sein - auf Landkarten, in Urkunden und in unserem Sprachgebrauch. Wer käme schon auf die Idee, Basel anders zu nennen? Doch Basel hiess nicht immer Basel und in anderen Sprachen trägt die Stadt bis heute verschiedene Namen: zum Beispiel Bâle, Basilea, Bazel oder Bázel. Sind Toponyme, also Ortsnamen, vielleicht weniger stabil, als wir oft annehmen? Verändern sie sich mit der Sprache? Und wenn ja, wie genau funktioniert Sprachwandel – wie verändern sich Ortsnamen und Wörter?
In diesem Vortrag öffnen wir die Schatz-, Wunder- und Werkzeugkiste der historisch-vergleichenden Sprachwissenschaft, um das Phänomen des Sprachwandels zu erforschen. Anschliessend wenden wir die Erkenntnisse auf unsere Umgebung an: die Ortsnamen rund um Basel. So werden interaktiv die kuriosesten, trivialsten und spannendsten Toponyme der Region Basel diskutiert, um so das Forschungsfeld der Toponomastik näher an das Publikum zu bringen!
Was ist Schrift? Eine kleine Einführung in die Geschichte der Schrift.
Wann: Donnerstag 20. Mai, 2021 19:00 Uhr AUSGEBUCHT
Referent: Mike Stoll
Wo: Gemeinde- und Schulbibliothek Binningen, Hauptstrasse 71, 4102 Binningen
Preis: CHF 25.- pro Person
Im 4. Jahrtausend kommt es zwischen Euphrat und Tigris sowie am Nil zur wohl folgenreichsten Erfindung der Menschheitsgeschichte: der Schrift. Gedacht war sie ursprünglich als einfache Gedankenstütze einer immer komplexer werdenden Verwaltung der alten Sumerer und Ägypter (zu den wohl ältesten Texten gehören hier interessanterweise Rationslisten von Nahrungsmitteln und Bierrezepte!). Rasch aber entwickelt sich dieses System von bildhaften Zeichen, die sowohl für Dinge wie Laute stehen können, weiter und erobert auch andere Bereiche dieser frühen Hochkulturen. Bald schon drücken weise Priester Götterlisten, Hymnen und Gebete in den feuchten Ton, und frühe Berufsschreiber verfassen auf Tontafeln oder Papyrusrollen „profane“ Texte, die wir heutzutage gemeinhin als Literatur bezeichnen, so zum Beispiel das Gilgamesch-Epos oder die Erzählung des Sinuhe.
Doch was genau ist eigentlich Schrift? Und wie funktioniert sie? Was ist der Unterschied zwischen einer Bilder-, Silben- oder Alphabetschrift? Welches waren die Textträger und was die Inhalte? Wie wurde geschrieben? Was unterscheidet unsere heutige Schrift von Hieroglyphen oder Keilschrift, und wie wurden diese beiden alten Schriftsysteme überhaupt entziffert? Allesamt spannende Fragen, die Ihnen der Ägyptologe und Religionswissenschafter Mike Stoll mit Freuden beantworten wird.
Wann: Dienstag 27. April, 2021 19:00 Uhr
Referent: Mike Stoll
Wo: Gemeinde- und Schulbibliothek Binningen, Hauptstrasse 71, 4102 Binningen
Preis: CHF 25.- pro Person
Seit jeher faszinieren die ägyptischen Pyramiden und geben bis heute Anlass zu allerlei Spekulationen. Sogar Napoleon bestaunte auf seinem Ägyptenfeldzug das einzige erhaltene Weltwunder der Antike und gemahnte voller Ehrfurcht seine Männer: "Soldaten! […] Denkt daran, dass von diesen Monumenten 40 Jahrhunderte auf euch herabblicken." Stumme Zeugen also aus längst vergangenen Tagen, errichtet um die Zeit selbst zu überdauern! Doch wofür? Waren es Kornspeicher, Schatzkammern, Observatorien oder doch nur monumentale Gräber für die göttergleichen Herrscher am Nil? Wer hat diese steinernen Giganten gebaut? Zehntausende von Sklaven, Ausserirdische oder lediglich ein Haufen hoch spezialisierter Steinarbeiter? Wie hat man diese tonnenschweren Blöcke ohne Flaschenzug in die Höhe getürmt und wieso in dieser eigentümlichen Form? Der Ägyptologe Mike Stoll gibt Ihnen auf diese Fragen gerne Auskunft und entführt Sie in die ferne Zeit der Pyramidenbauer.