Buchtipps

Vorträge Schweizer Geschichte
​​​​​​​
 KLEINE GESCHICHTE DER STADT BASEL

Von Morgarten bis Marignano: Was wir über die Entstehung der Eidgenossenschaft wissen

Bruno Meier
Hier und Jetzt Verlag / Baden 2015
​​​​​​​

Unser Bild des Mittelalters ist bis heute stark geprägt von der traditionellen Befreiungsgeschichte mit Tell, Rütlischwur und Burgenbruch sowie der Erbfeindschaft zu den Habsburgern. Die Geschichtsforschung hat in den letzten 50 Jahren diese Begriffe in ihrer Bedeutung hinterfragt, relativiert und neu eingeordnet. Sie hat Mythen von Geschichte getrennt und ihre je eigene Bedeutung herausgearbeitet.Der kurz gefasste Überblick zur Entstehung der Eidgenossenschaft fehlt aber. Nach seinem Aussenblick auf die Eidgenossenschaft über die habsburgische Geschichte der Schweiz (2008) breitet der Autor diesmal das aktuelle Wissen zur Entstehung der Eidgenossenschaft im Spätmittelalter von innen aus. Dies vor dem Hintergrund der traditionellen Erzählung. Referenz dabei sind die Schweizer Chroniken von Aegidius Tschudi und Johannes Stumpf aus der Mitte des 16. Jahrhunderts, die das traditionelle Bild der Schweizer Geschichte bis weit ins 20. Jahrhundert geprägt haben. Dabei entsteht nicht eine neue Erzählung, aber eine Übersicht über die entscheidenden Faktoren, die zur Bildung und Weiterentwicklung der Eidgenossenschaft geführt haben.

 KLEINE GESCHICHTE DER STADT BASEL

Schweizer Heldengeschichten - und was dahintersteckt

​​​​​​​Thomas Maissen
Hier und Jetzt Verlag / Baden 2015
​​​​​​​

Fremde Vögte immerwährende Neutralität Sonderfall in Europa: Die nationalkonservative Politik bedient sich aus dem Setzkasten eidgenössischer Mythen, um aktuelle Identitätsstiftung und Europapolitik zu betreiben. Solche Schlagworte rücken 2015 noch stärker in den öffentlichen Fokus, wenn an die Schlachten von Morgarten 1315 und Marignano 1515 sowie an den Wiener Kongress von 1815 erinnert wird. Thomas Maissen, der 2010 mit seiner 'Geschichte der Schweiz' einen Grosserfolg landete, blickt in 15 Kapiteln nüchtern auf die Schweizer Heldengeschichten, auf Bundesschwur und Réduit, auf humanitäre Traditionen und die Willens nation. Er erklärt, wie diese Schlagworte historiografisch entstanden sind und was wir heute über das reale geschichtliche Umfeld wissen. Er bietet damit Orientierung in einer Zeit, in der die Schweiz ihre Geschichtsbilder hinterfragen muss, wenn diese auch ein internationales Publikum überzeugen sollen.

 KLEINE GESCHICHTE DER STADT BASEL

Die Geschichte der Schweiz

Volker Reinhardt
C.H. Beck Verlag / München 2011
​​​​​​​

Volker Reinhardts lange erwartete große Geschichte der Schweiz verbindet auf eindrucksvolle Weise die politische Entwicklung der Eidgenössischen Konföderation mit der Geschichte ihrer Wirtschaft, Gesellschaft und Kultur. So entsteht ein einzigartiges historisches Panorama von der Antike bis heute. Kein anderes Land ist so vielfältig wie die Schweiz: Auf kleinstem Raum zählt man 26 Kantone mit weitgehender Autonomie, 4 Amtssprachen, 2 Konfessionen sowie unterschiedliche Klimazonen.
Volker Reinhardt geht der Frage nach, wie es zu der Konföderation von so unterschiedlichen Gebieten kommen konnte und warum diese trotz dauernder Kriege ein gemeinsames historisches Bewusstsein ausgebildet haben. Besonderes Augenmerk gilt dabei der Kultur. Zwingli und Calvin, Rousseau und Pestalozzi, Max Frisch, Alberto Giacometti und viele andere Schweizer Künstler und Intellektuelle haben weit über die Landesgrenzen hinaus gewirkt. Die Schweiz ist ebenso bodenständig wie weltoffen: Gerade diese Spannung, so zeigt das Buch, macht Erfolg und Faszination des Landes aus.

 KLEINE GESCHICHTE DER STADT BASEL

Der Schweizerkönig - Johann Rudolf Wettstein

Historischer Roman

Mary Lavater-Sloman
Römerhof Verlag / Zürich 2011
​​​​​​​

Als Johann Rudolf Wettstein (1594–1666) im Jahre 1645 zum Bürgermeister der Stadt Basel gewählt wird, tobt in Nordeuropa der Dreissigjährige Krieg. Die Schweizerische Eidgenossenschaft ist Teil des Heiligen Römischen Reichs Deutscher Nation und somit rechtlich dem Reichskammergericht in Speyer unter stellt. Als dieses bei zwei nebensächlichen Rechtsfällen entscheidet, dass Basler Handelsgüter beschlagnahmt werden dürfen, wird das in der Eidgenossenschaft als unzulässige Einmischung in innere Angelegenheiten angesehen. Daraufhin entsenden die Stände Zürich, Basel und Schaffhausen Wettstein mit dem Auftrag, nichts Geringeres als die Unabhängigkeit vom Reich zu erlangen.
Mary Lavater-Sloman schildert in "Der Schweizerkönigs" auf lebendige Weise, wie Wettstein den Weg nach Münster auf sich nimmt, um, von Gicht geplagt und von seinen Gegnern verspottet, an den Verhandlungen zum Westfälischen Frieden teilzunehmen. Seine zentralen Anliegen haben auch über 350 Jahre nach den historischen Ereignissen nichts von ihrer Aktualität verloren: Wie definiert sich die Schweiz nach aussen? Wie können Neutralität und Unabhängigkeit gewahrt werden? Fragen, auf die "Der Schweizerkönig" eine überzeugende Antwort liefert.


Vorträge Basler Geschichte
​​​​​​​
 KLEINE GESCHICHTE DER STADT BASEL

Kleine Geschichte der Stadt Basel

Hans Berner / Claudius Sieber-Lehmann / Hermann Wichers
DRW Verlag, Leinfelden-Echterdingen
​​​​​​​

Die Geschichte Basels reicht weit in die vorchristliche Vergangenheit zurück. Nachdem 1006 Kaiser Heinrich II. Basel als Faustpfand erhielt, gehörte die Stadt zum Reich. Mittelpunkt der Bischofsstadt war das Münster, das heute noch ein Wahrzeichen der Stadt ist. Das 14. Jahrhundert brachte der Stadt zahlreiche Krisen, u. a. 1356 ein großes Erdbeben, das samt Feuer weite Teile der Stadt zerstörte. Ab 1400 erwarb die Stadt ein Territorium, das die Verbindung zum schweizerischen Mittelland gewährleistete. Zur Sicherung seiner politischen Autonomie und territorialen Integrität trat Basel 1501 überraschend der Eidgenossenschaft bei. Als sich 1529 die Reformation in der Stadt durchsetzte, verlor der Basler Bischof endgültig seinen Einfluss. Lange ungeklärt blieb Basels rechtliches Verhältnis zum Reich,erst 1648 erreichte der Basler Bürgermeister Johann Rudolf Wettstein die reichsrechtliche Anerkennung der Basler Unabhängigkeit. 1833 konstituieren sich Stadt und umliegendes Territorium in zwei gesonderte Kantone. Neben der chemisch-pharmazeutischen Industrie, die heute das Bild der Stadt prägt, ist für Basel ihre Lage als Grenzstadt mit ihren vielfältigen wirtschaftlichen, aber auch sozialen und kulturellen Beziehungen zu den Grenzregionen in beiden Nachbarländern bestimmend.​​​​​​​

Basel. Mittendrin am Rande - Eine Stadtgeschichte

Peter Habicht
Christoph Merian Verlag, Basel 2013
​​​​​​​

Dieses Buch bietet einen umfassenden Überblick über die Basler Geschichte von den Anfängen bis zur Gegenwart. Prägnant und unterhaltsam verfolgt der Autor die Entwicklung der Stadt und bettet sie in allgemeine geschichtliche Zusammenhänge ein. Neben den wichtigsten Ereignissen und Persönlichkeiten liegt ein Schwerpunkt auf der baulichen Entwicklung. Anhand einzelner Bauten wird Geschichte im heutigen Erscheinungsbild der Stadt lesbar. Wissenschaftlich fundiert und dennoch flüssig und leicht verständlich bietet die Darstellung ein Lesevergnügen für alle historisch Interessierten.

Historischer Atlas der Region Basel

André Salvisberg
Christoph Merian Verlag, Basel 2010
​​​​​​​

Basel ist seit jeher von zahlreichen deutsch-französisch-schweizerischen Grenzziehungen und Grenzüberschreitungen geprägt. Eingefasst von Jura, Schwarzwald und Vogesen, leben die Menschen mit Ausblicken auf die Burgunderpforte und den Ober- und Hochrhein. Um die Geschichte dieses kleinteiligen Grossraums zu verstehen, sind historische Karten wie geschaffen. Historischer Atlas der Region Basel zeichnet in 64 neu erstellten und aufeinander abgestimmten Karten mit Begleittexten die Geschichte der Gebiete und Staaten um Basel nach. Die Reise beginnt in der heutigen Zeit und geht bis zurück ins Altertum. Beleuchtet werden auch verwandte Themen wie Konfessions- oder Sprachgrenzen. Eine Einführung des Geografen Martin Rickenbacher zur Basler Kartengeschichte vervollständigt den Inhalt.


Führung: Rom - Augusta Raurica - ein kulturhistorischer Rundgang durch die Ruinen
​​​​​​​

Führer durch Augusta Raurica

Berger, Ludwig
Schwabe Verlag, Basel 2012
​​​​​​​

Die siebte Auflage des «Führers durch Augusta Raurica» ist nach Form und Inhalt neu gestaltet. Wesentlichste Neuerung ist die konsequente Einführung von Quellenangaben und Hinweisen auf die authentischen Grabungsberichte und auf die auswertende Literatur. Da sowohl die im Gelände sichtbaren Monumente als auch wieder eingedeckte oder überbaute Grabungsbefunde eingehend beschrieben werden, präsentiert sich der Führer mit seinem ausführlichen Index als eine Art Handbuch zu den neueren und neuesten Forschungen in Augusta Raurica.

​​​​​​​​​​​​​​Herunterladen



Vortrag: Rom - Ein kurzer Überblick zu Aufstieg und Fall der römischen Kultur
​​​​​​​

Das antike Rom - Geschichte und Archäologie

Kolb, Frank
Verlag C.H. Beck Wissen / München 2010
​​​​​​​

Das Stadtbild kaum einer anderen modernen Metropole wird bis auf den heutigen Tag durch die Denkmäler des Altertums so geprägt wie Rom. Frank Kolb nimmt seine Leser mit auf eine faszinierende Reise durch die antike Epoche der Ewigen Stadt und entwickelt ihre Geschichte anschaulich und leicht verständlich anhand ihrer Strassen und Thermen, ihrer Säulen und Arenen, ihrer Grabdenkmäler und Tempel.

Die Legionen des Augustus

Junkelmann, Marcus 
Utz Verlag / München 2015
​​​​​​​

Der Alpenmarsch von 1985 und seine Dokumentation wirkten bahnbrechend für die experimentelle Archäologie und die Beschäftigung mit der antiken Militärgeschichte.
Der lange vergriffene Klassiker des römischen Reenactments liegt nun in wesentlich erweiterter und aktualisierter Form vor. Zugleich bietet das Werk eine umfassende Darstellung des römischen Heerwesens während seiner wichtigsten Epoche im Übergang von der Republik zur Kaiserzeit.
Nach wie vor gibt es kein zweites Buch, in dem in so kompromissloser Präzision und vergleichbarer Lebendigkeit auf die praktischen Seiten des antiken Militärs eingegangen wird.
​​​​​​​



Vortrag: Die Altägyptischen Pyramiden - Bauwerke für die Ewigkeit
​​​​​​​
Die Pyramiden - Mythos und Archäologie

Jánosi, Peter
Verlag C.H. Beck Wissen / München 2004
​​​​​​​
​​​​​​​Die Pyramiden geben der Wissenschaft auch heute noch Rätsel auf. Dieser Band fasst knapp und informativ die aktuellen Erkenntnisse über die Pyramiden zusammen. Er enthält die eindrucksvolle Geschichte der monumentalen Bauwerke, ihrer Errichtung, Entdeckung und Erforschung und stellt zudem die wichtigsten Pyramidenanlagen vor.


Geheimnis der Pyramiden
​​​​​​​
Lehner, Mark
Verlag Bassermann / München 2004

Schon die Menschen der Antike zählten die rätselhaften ägyptischen Totentempel zu den Weltwundern. Bis weit ins 19. Jahrhundert galt die berühmte Cheopspyramide von Gise, die im dritten vorchristlichen Jahrtausend fertig gestellt wurde, als das höchste Bauwerk der Welt. Bis heute haben diese gigantischen, Geheimnis umwitterten Bauwerke nichts von ihrer Faszination verloren.
Mark Lehner präsentiert die aktuellsten Forschungsergebnisse über alle bekannten ägyptischen Pyramiden. Er schildert die Geschichte ihrer Entdeckungen, ihrer Ausgrabungen und geht der Frage nach, mit welchen technischen Mitteln diese Bauerke entstanden sind. Zahlreiche computersimulierten Baupläne versuchen die Besonderheit der Architektur zu entschlüsseln. Beeindruckendes Bildmaterial und fesselnde Berichte ergänzen dieses Standardwerk über das erste Weltwunder unserer Geschichte.
Mit über 500 Farb- und s/w-Abbildungen, ausklappbaren Karten und zahlreichen 3-D-Modellen ist dieses Buch ein unvergleichbares Werk über die Geheimnisse der Pyramiden.


Vortrag: Was ist Schrift? Eine kleine Einführung in die Geschichte der Schrift.
​​​​​​​
Wer sprach das erste Wort? - Die Entstehung von Sprache und Schrift
​​​​​​​
Kuckenburg, Martin
Verlag WBG Theiss / Darmstadt 2016

Ohne Sprache und Schrift wäre der Mensch nicht zu dem geworden, was er heute ist. Beides ist für ihn so alltäglich und selbstverständlich, dass ein Leben ohne diese Kommunikationsmittel kaum vorstellbar erscheint.
Ist die Sprache tatsächlich erst vor wenigen zehntausend Jahren durch den frühmodernen Menschen entstanden oder verfügte bereits der Neandertaler über ein einigermaßen entwickeltes Sprachvermögen?
Entstand sie nur einmal oder mehrmals in der Menschheitsgeschichte, und wo geschah dies zum ersten Mal? Verfügt der Mensch über ein Sprachgen? Mit spannenden Fragen wie diesen befasst sich der erste Teil des Buches – auf stets leicht verständliche Weise. Der zweite Teil ist der Entwicklungsgeschichte der Schrift gewidmet. Schon die Menschen der Altsteinzeit ritzten ihre Kalender und Landkarten in Knochen und verewigten Geschichten in Form von Höhlenmalereien. Das Buch gibt Antworten auf entscheidende Fragen der Kulturentwicklung, zeigt den engen Zusammenhang zwischen kultureller und sprachlicher Entwicklung und bleibt dabei immer übersichtlich und spannend.


Geschichte der Schrift

Haarmann, Harald
Verlag C.H. Beck / München 2011

Die Schrift gehört zu den ältesten Kulturtechniken der Menschheit. Die Herausforderung an die Gedächtnisleistung in Kulturen ohne Schrift wird mit der Entwicklung von Schrift abgelöt durch neue, revolutionäre Möglichkeiten, Wissen zu speichern und weiterzugeben. Aber wer entwickelt, wer nutzt diese neuen Möglichkeiten? Welche Funktion erfüllt die Schrift und wie verändert sie das Zusammenleben der Menschen? Ob Wortschreibung oder Lautschrift, Harald Haarmann schildert knapp und anschaulich, welche unterschiedlichen Schriftsysteme sich seit den ersten bildlichen Vorstufen vor 7000 Jahren entwickelt haben und wie unser Alphabet entstanden ist. Dabei bietet er einen faszinierenden Einblick in die Kulturgeschichte der Menschheit und das Leben in längst untergegangenen Hochkulturen.